11
ſchrieben ſich die Leichtfertigkeiten Auguſts, der ſich von einem ſehr natürlichen Schmerz hatte zerſtreuen wollen und am Ende ganz in die Feſſeln eines Ge⸗ ſchlechts gerieth, bei welchem er nur Zerſtreuung ge⸗ ſucht hatte.
Indeß hatte der Wunſch, eine ſchöne Uniform zu tragen und vielleicht die Epauletten zu verdienen, Auguſt bewogen, in den Kriegsdienſt zu treten. Man hatte zwar Frieden; aber ein junger Mann von Er⸗ ziehung und Bildung bleibt nicht gemeiner Soldat. Auguſt, den man zum Unterlieutenant befördert hatte, hörte gar gerne Bertrand erzählen, welcher als Kor⸗ poral unter den Voltigeurs gedient und in den Schlachten von Aufterlitz, Eylau und Friedland mit⸗ gefochten hatte. Bertrand zählte erſt ſeine vierund⸗ vierzig Jahre und gerieth bei dem Berichte ſeiner Schlachten eben ſo ſehr in Feuereifer, wie zuvor in der Schlacht ſelbſt, und Auguſt wurde nicht müde, auf ihn zu lauſchen. Die Reden des Korporals ent⸗ ftammten ſeinen Muth; er bedauerte, daß er nicht einige Jahre früher geboren worden, weil er dann, gleih Bertrand⸗ in jenen ſchönen Schlachten, welche der unvergängliche Ruhm Frankreichs ſein werden, ſich hätte auszeichnen können
Bald darauf wurde Auguſt mit ſeinem Regiment vor Pampeluna geſchickt, das die Franzoſen eben be⸗ lagerten; Bertrand ſtand unter dem Befehl des jun⸗ gen Offiziers, der zum Lieutenant avancirte. Kaum aber war der Krieg beendigt, als Auguft den Mili⸗ tärſtand verließ und nach Paris zurücktehrte, um ſich


