Teil eines Werkes 
1. Th. (1845)
Entstehung
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meinem Herzen Genüſſe, welche gleichgültigen Seelen ewig fremd bleiben werden.

Dieſes Geſpräch wurde in einem hübſchen Cabrio⸗ let geführt, das, von einem rüſtigen Pferde gezogen, auf der ſchönen Straße von Raincy nach Montfer⸗ meil hinrollte; ein kleiner Grvom von zwölf bis vier⸗ zehn Jahren ſaß hinten auf dem Wagen, in welchem ſich Bertrand an der Seite eines elegant gekleideten jungen Mannes befand, der neben ſeinen Antwor⸗ ten zugleich das raſche Pferd leitete und antrieb.

Bertrand hatte gegen den Schluß der Rede ſei⸗ nes Herrn das Geſicht halb abgewendet und, um die ihn erfaſſende Bewegung zu verbergen, ſich ge⸗ ſchneuzt und eine Priſe Tabak genommen; dadurch wieder in's Gleichgewicht gebracht, entgegnete er mit etwas angegriffener Stimme:Gott behüte mich, mein Lieutenant, daß ich Ihre Empfindſamkeit als Verbrechen anrechne; ich kenne Ihr gutes Herz, ich weiß, wie verbindlich, wie dienſtfertig Sie ſind! Auch könnte ich hundert Züge von Ihnen anführen, deren manche Leute ſich gerühmt hätten, während Sie die⸗ ſelben ſorgfältig verbergen.

Wer ſich des Guten, das er gethan, rühmt, hat gar große Aehnlichkeit mit guten Freunden, die einem Etwas auf eine Art anbieten, daß man es ausſchla⸗ gen ſoll; beiderlei Leute geben nur mit Widerwillen.

Ich brauche nicht weit zu gehen, mein Lieute⸗ nant bin ich denn nicht ſelbſt ein Beweis Ihrer Groß⸗ muth? Sie haben mich aufgeleſen, in's Haus 92 nommen und ernährt!