96
Der Ttöbler geht nochmals in die Manſarde hinauf, zählt ſechszehn Franken auf den Tiſch, legt vie eben gekauften Gegenſtände, mit Ausnahme des Cliſtiertrichters, den er ſorgfältig in die Taſche ſteckt, zu ſeinen andern Kleidern auf den Arm und verläßt den jungen Mann mit den Worten:„Auf ein ande⸗ res Mal, mein Hexr.“
Und der junge Mann überzählt, wenn der Alte fort iſt, ſeine ſechszehn Franken noch einmal, ſteckt ſie, nachdem er ſich vorher genau überzeugt hat, daß die Taſchen nicht zerriſſen ſind, in ſeine Weſte, klei⸗ det ſich haſtig an und und eilt fröhlichen Muthes zu ſeiner Geliebten.
Es lebe die Freude, gutes Eſſen und Trinken, die Eſelsparthie und die Liebe!“ tuft er, die Treppe hinabhüpfend, aus.
Was den Kteiderhändler anbetrifft, der nie ſchlechte Geſchäfte macht, ſo ſetzt dieſer ſeinen Weg und ſein Gewerbe fort, und in einigen Tagen wird der ſo wohlfeil gekaufte Rock geputzt, ausgebeſſert und mit neuen Aufſchlägen beſetzt ſein, die Beinkleider be⸗ kommen ein neues Hintertheil, die Stiefel neue Soh⸗ len und Alles wird ſich auf der Rotonde du Temple recht vortheilhaft ausnehmen und von einem Kauf⸗ luſtigen erhandelt werden, der genöthigt iſt, ſich um
—,
billiges Geld einen Anzug anzuſchaffen. Es iſt ſo⸗ gar ſchon manchmal vorgekommen, daß ein junger Mann einen Rock auf dem Tempelplatz kaufte, den
er vorher an einen Trödler verſchachert hatte und nachher nicht mehr erkannte.


