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nach, nichts Beruhigendes; es gibt ein häßliches Sprüchwort über die Lothringer!“
„Du weißt wohl, daß die Sprüchwörter ſich gar oft nicht bewähren. Es iſt ein vorzügliches Mädchen, welches eben aus ſeiner Provinz kommt, die Tugend und die Rechtſchaffenheit ſelbſt...
„Ja, ja, wie gewöhnlich!.. Ei, mein Gott, wann wirſt Du denn die Wuth aufgeben, Perſonen zu loben, die Du nicht kennſt?“
„Meine Krämerin hat ſich für ſie verbürgt; das Mädchen heißt Gothon.“
„Das iſt nun in zwei Monaten, ſeit Du Dorothea fortgeſchickt haſt, die vierte!“
Jungfer Gothon tritt ihren Dienſt bei der Familie Bouracand an.
Die Lothringerin iſt ein ziemlich hübſches Mäd⸗ chen, welches ſtets die Blicke zu Boden ſchlägt und ſo ſchüchtern ausſieht wie eine Novize.
Madame Bouracand iſt abermals entzückt. Man kann in der That nichts gegen die Magd einwenden: ſie macht ihre Arbeit gut, kocht ordentlich und hält
Alles reinlich. Man hat einen Schatz gefunden.
Aber als Madame eines Abends bälder, als ſie geſagt hatte, vom Spaziergang zurückkehrte, fand ſie ihren Schatz im Geſpräche mit einem großen Burſchen in einer blauen Blouſe.
Der große Burſche macht ſich eilends aus dem Staube und ruft der Lothringerin zu:„Adieu, Baſe.“
„Du haſt alſo Vetter?“ fragt Frau Bouracand ihre Magd.


