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„O, es iſt nicht von Bedeutung, Madame! Ich habe die Teller hinunterfallen laſſen, aber es ſind nur elf zerbrochen; die übrigen ſind glücklicher Weiſe noch ganz.“
„Nur elf!“ brummt Herr Bouracand, vom Liſche aufſtehend;„das ſcheint mir für den Einſtand ge⸗
nug.“
Am folgenden Morgen wirft Jungfer Deſiree beim Reinigen der Zimmer, während ſie mit einer bewun⸗ vernswürdigen Lebhaftigkeit abſtäubt, zwei hübſche, mit Muſchelwerk verzierte Flacons hinunter, die in Stücke zerbrachen.
„Das iſt auch nichts Dauerhaftes!“ ruft das dicke Mädchen mit lachender Miene aus,„denn ich bin kaum daran hingekommen.“
Herr Bouracand geht mit einem tiefen Seufzer in ſein Zimmer.
Madame befiehlt ſchnell:„Deſiree, Du mußt uns heute Mittag wieder aufgezogene Pfannkuchen machen, Du kannſt es ſehr gut!“
Die Eſſenszeit rückt heran. Frau Bouracand iſt etwas mäßiger in Lobeserhebungen über ihre Küche, denn die neue Magd hat ihr im Laufe des Tages ihre Waſchgeſchirre zerbrochen, ein Vorfall, den ſie ſorgfältig vor ihrem Mann verborgen hält.
Als jedoch die aufgezogene Omelette aufgetragen wurde, äußerte man ſeinen Beifall wieder laꝝt.
Aber beim Abdecken zerbrach Deſiree ein vor Herrn Bouracand ſtehendes Kriſtallglas, woran ihm ſehr viel lag, da es ein Andenken ſeines Vaters war.


