Teil eines Werkes 
1. Th. (1845)
Entstehung
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67 wir oft welche eſſen. Es iſt eine Flamänderin, ein gutes, dickes Mädchen, mit einem heitern, lebens⸗ frohen Geſichte, flink, rechtſchaffen, die Tugend ſelbſt. Unſere Spezereihändlerin ſteht mir gut für ſie; ich bin überzengt, wir können ſie brauchen und be⸗ halten.

Gott gebe es!

Tags darauf ſah Herr Bouracand ein großes, dickes Mädchen in ſeinen Dienſt treten, deren Aeuße⸗ res Geſundheit und Heiterkeit ausdrückte.

Jungfer Deſiree(ſo heißt die neue Magd) iſt ſo luſtig und lebhaft, daß ſich ihre Herrin daran er⸗ götzt; ſie hat in einem Nu ihre Geſchäfte vollendet.

Madame Bouracand ſuchte freudetrunken ihren Mann in ſeinem Cabinet auf.

Sehen Sie, begann ſie,ſo iſt es, wenn man eine flinke Magd hat. Jetzt iſt die ganze Haushal⸗ tung um halb zwölf Uhr fertig, während bei Ihrer Dorothea die Zimmer oft um ein Uhr noch nicht aus⸗ gekehrt waren. Wir eſſen heute aufgezogene Pfann⸗ kuchen zu Mittag; Deſiree macht ſie.

In dieſem Augenblick tritt eines der kleinen Mäd⸗ chen ein und ſagt zu ſeiner Mutter:Mama! die neue Magd hat eben die große porzellanene Salat⸗

ſchüſſel zerbrochen.

WMadame Bouracand hätte eher gewünſcht, daß ſich ihre Tochter die Zunge abgebiſſen, als daß ſie ihr dieſe Nachricht in Gegenwart ihres Mannes über⸗ bracht hätte. Sie fängt an zu ſingen, jagt das Kind zur Thüre hinaus und verläßt ſelbſt das Zim⸗