Teil eines Werkes 
1. Th. (1845)
Entstehung
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Ja, Ihr Schnupfen iſt ein Vorwand; Sie waren mit Jungfer Dorothea in der Küche!... O, ich habe ſchon längſt Etwas geahnt! Ich ſah es ſchon, wie Sie ihr Blicke zuwarfen!

Blicke zuwarfen! wem?

Sie verſtehen mich ganz gut. Sie haben ein Verhältniß mit der Magd.

Ich ein Verhältniß mit der Magd? Sage mir⸗ liebe Freundin, träumſt Du noch?

Nein, ich träume nicht! Jetzt wundert es mich nicht mehr, warum Sie dieſelbe ſo nachſichtig be⸗ handeln.. Sie zanken ſie nie.

Du zankſt genug für uns Beide.

Man könnte glauben, Sie fürchten ſich, ein Wort an ſie zu richten... Sie haben bei Tiſche nicht ein⸗ mal den Muth, einen Teller von ihr zu verlangen.

Ach, was fällt Dir ein, Frau!

Nein, Sie wagen es nicht! Aber ich dulde dieſe Schlechtigkeit nicht länger. Ich jage die Jungfer

Dorothea fort.

Das heißt, Du jagein Mädchen fort, welches ſchon zehn Jahre bei uhs wient und an das wir ge⸗ wöhnt ſind!

Ja, ja, ich glaube, daß Sie nur zu ſehr an ſie gewöhnt ſind!

Madame Bouracand, Sie ſind eine Närrin⸗ Wenn Sie das Mädchen fortſchicken, machen Sie eine Dummheit. Sie hat zwar ihre Fehler, aber es iſt keine tadellos; man darf ſich noch glücklich ſchätzen⸗ wenn die Fehler nicht vorwiegen. Sie dürfen die