Die Mägde der Frau Bonracand.
Pomestica facta! Wenn Sie nicht alt werden wollen, ſo wechſeln
Sie weder Ihre Wohnung, noch Ihre Bedienung. Dieſer Rath könnte Ihnen vielleicht unrichtig
ſcheinen und Sie werden mir ſagen:„Die Zeit geht
ihren Gang, mag ich nun im Marais oder in der Chauſſee d'Antin wohnen, mich von einer Picardierin oder einer Normännin bedienen laſſen.“
Ich antworte Ihnen, daß nicht alt werden ſo viel iſt, als alt werden, ohne es zu bemerken.
Aber Sie werden mir vielleicht wiederum ent⸗ gegnen, daß andere Leute dieſes an ihrer Stelle be⸗ merken werden!
Was liegt Ihnen daran? Sie lachen die andern Leute aus.
Herr Bouracand war ein kleiner Mann von etwa fünfzig Jahren; in ſeiner Jugend hatte er mit Gemäl⸗ den gehandelt und im reiferen Alter einen ſehr aus⸗ geſprochenen Geſchmack für die Künſte behalten.
Herr Bouracand war nie hübſch geweſen: er hatte kleine Augen, eine ſehr lange Naſe, einen ſehr großen Mund und ein Kinn, das nie in eine Cra⸗ vatte ſich geſchmiegt hatte. Er war nicht gut ge⸗ wachſen, denn er rieb die Kniee aneinander, wenn er
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