Teil eines Werkes 
1. Th. (1845)
Entstehung
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Aber wie freudig machen ſie Gebrauch von ihrer Freiheit, wenn ſie ihre Bureaur verlaſſen haben!

Könnt ihr euch nun noch wundern über die merk⸗ liche Veränderung, die jetzt mit dieſer zahlreichen Klaſſe von Individuen vorgeht? Und wenn ihr ſie Morgens ſteif, barſch, unangenehm, manchmal ſogar unhöflich gegen die, welche mit ihnen zu thun haben, gefunden habt, ſo verzeiht ihnen, denn dieſes muß bloß eine Folge der langweiligen bureaukratiſchen Geſchäfte ſein.

Sehet ihr ſie nach dem Eſſen, ſo werdet ihr ganz erſtaunt ſein, in denſelben Weſen, die ihr Morgens ſo gelangweilt und langweilig gefunden habt, heitere, liebenswürdige, geiſtreiche Menſchen zu finden.

Jetzt könnt ihr auch in's Theater gehen, denn dieſes exiſtirt eigentlich bloß Abends. Jenen ver⸗ alteten Koketten gleich, welche ſich bei Tage nicht ſehen laſſen, weil ſie da die Reize vorbereiten, wo⸗ mit ſie euch zu verführen gedenken, empfangen die Theater ihre Beſuche erſt nach dem Eſſen, aber dann entfalten ſie alle ihre Pracht und allen ihren Pomp⸗ um eure Augen und Ohren zu verführen, euern Geiſt zu bezaubern und euer Herz zu umſtricken; und es gelingt ihnen häufig, denn nach dem Eſſen, wo unſer Kopf noch voll von den Dünſten eines edeln Weines iſt, ſind wir weit mehr geneigt, uns verführen zu laſſen.

Wir wollen unſern Abendſpaziergang mit der Rückkehr in den Saal des Capitaliſten beſchließen⸗