„Das müſſen Löwinnen geweſen ſein.“ „Ah, bravo! das iſt ein herrliches Wortſpiel.“
Muth, meine Herren, rühmt immerhin die Reize
eurer Schönen; das iſt galanter, als wenn ihr übel von ihnen ſprechen würdet. Der Tag gehört der Arbeit, der Abend dem Ge⸗ plauder, und was die Nacht anbetrifft, ſo geht uns dieſe nichts an.
Wer iſt aber jenes Individuum, welches ſo ſtolz und geſpreizt auf dem Trottoir einhergeht, weder links noch rechts ausweicht, Jedermann mit Lächeln und einer Miene der Selbſtzufriedenheit anblickt, in der ſich ausdrückt:„Ich bin ſehr glücklich, ſehr vergnügt; der Abend gehört mir, jetzt bin ich mein Herr! Sobald es fünf Uhr geſchlagen hat, bin ich ſo frei wie der Vogel in der Luft! Ich genieße meine Freiheit aber auch, ich benütze ſie, denn ich bleibe Abends nie zu Hauſe.“
Dieſer Herr iſt ein Beamter, einer pon denen⸗ die wir alle Morgen zur ſelben Stunde— ſo regel⸗ mäßig wie die Linien eines Notenblattes— vorbei⸗ gehen ſehen.
Vor dem Eſſen ſind die Beamten nicht Herren ihrer ſelbſt: ihre Zeit, ihre Arbeit, ihr Talent, ihre Buchſtaben, ſelbſt ihre Feder, mit einem Wort Alles gehört der Regierung, die ſie bezahltz bis fünf Uhr müſſen ſie ſich einer vollkommenen Selbſtverleugnung unterwerfen.


