Teil eines Werkes 
1. Th. (1845)
Entstehung
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geiſt, damit erhalte ich mich ſchon ſeit zwanzig Jah⸗ ren, ſo wahr ich ein ehrliches Weib bin!“

So dauert das Geſchwätz bei dem Gewürzkrämer, der nach Tiſche ſehr liebenswürdig iſt, weil er viel Geld eingenommen hat, fort; er heißt ſeine Frau einmal über das andere„mein Liebchen und„mein Herzchen“, und ſie läßt ſich geduldig auf die Wangen klopfen; die Commis ſchmeicheln den Mägden, die über ihre Herrſchaſten e und Alles iſt ver⸗ gnügt.

Nun ſtehen wir vor dem Laden der Krämerin in der St. Antonius⸗Vorſtadt, wo wir heute Morgen die Jungfern Erneſtine und Honorine mit auf die Arbeit geſenkten Blicken, nicht wagend, den Kopf nach den Fenſtern zu drehen, zurückließen, während ſie die Krämerin ſchalt, weil ſie die Strophe eines Liedes trällerten.

Es iſt ſeit heute Morgen eine große Veränderung vorgegangen.

Fräulein Erneſtine ſitzt noch im Comptoir, aber ſtatt zu arbeiten liest ſie einen Roman.

Honorine ſitzt bei der Thüre und ſingt, indem ſie ſich mit einer Stickerei zu beſchäftigen ſcheint, halb⸗ laut die Romanze aus Guido:

„Ach! ſie entſchwand wie ein Schatten!“ und heftete ihre Blicke häufig auf einen gegenüber befindlichen Leinwandladen, wo ſich ein kleiner Com⸗ mis aufhält, der, weit entfernt, zu entſchwinden, wie ein Schatten ihr zuwinkt, und während er ſeine