Teil eines Werkes 
1. Th. (1845)
Entstehung
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werde; aber in Erwartung deſſen richtete ſich ihr Humor ſtets nach den Hoffnungen in ihrer Liebe, und wenn der Kriegsmann einige Tage nicht zu ihr kam, wurde ſie ftreitſüchtig, zänkiſch und zeigte ſich noch ſtrenger als gewöhnlich gegen ihre Laden⸗ jungfern.

Wenn eine der letzteren zufällig die letzte Strophe einer alten Romanze trällerte, ſo ſchrie ſie:Was ſoll das heißen, Mamſelle Erneſtine? Ich glaube, Sie ſingen!

O nein, Madame.

Doch, Sie haben geſungen.

Ach, es iſt mir, weiß Gott, nicht zum Sin⸗ gen!

Das wäre hübſch, wenn man ſich in meinem Laden zu fingen erlaubte; was würden die Leute denken, die mich mit ihrem Zutrauen beehren?

Sie wiſſen aber doch, Madame, daß wir gar nicht an das Singen gewöhnt ſind.

Ich weiß, daß wenn ich nicht ſehr auf Sie Ach⸗ tung geben würde, Sie ſich am Ende noch ſaubere Manieren aneigneten, meine Damen. Letzthin Abends habe ich es gehört, wie Mamſelle Honorine, während ſie zu der Rahmhändlerin gegenüber ging, überlaut auf der Straße ſang: Fünf Sous! Fünf Sous! Ihr Geſang war übrigens ſo falſch wie der Ton einer abgenützten Drehorgel!

Ach, Madame, ich habe nicht geſungen, ich habe nur mein Geld gezählt. Sie gaben mir fünf Sous mit, um Rahm zu kaufen; ich zählte das Geld in