Teil eines Werkes 
1. Th. (1845)
Entstehung
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Vor dem Eſſen.

Gegenwärtig ſpeist in Paris Jedermann ſpät und die Kaufleute noch ſpäter als die Beamten⸗ Commis, Capitaliſten und Diejenigen, die nicht wiſ⸗ ſen, was ſie mit ihrer Zeit anfangen ſollen.

Vor dem Mittageſſen treibt Jeder ſeine Berufs⸗ geſchäfte: der Kaufmann handelt; der Großhändler ſpekulirt; der Handwerksmann arbeitet auf dem Handwerk; der Commis iſt auf dem Comptoir; der Notar in ſeinem Studirzimmer; der Advokat auf dem Gerichte oder auf ſeinem Zimmer und hört un⸗ glückliche Prozeßkrämer an; der Geſchäftsmann rennt umher; der Capitaliſt ſucht aus den politiſchen Neuigkeiten den Cours der Renten zu erforſchen; die Bürgersfrauen ſind in der Küche und mit ihren Kindern beſchäftigt; die großen Damen mit ihrer Toilette und mit dem Gedanken, wie ſie ihren Abend zubringen ſollen; die jungen Mädchen ſtudiren am Piano, zeichnen oder lernen irgend eine fremde Sprache; die Dichter ſuchen einen ſchönen Gedanken in ſchöne Verſe zu bringen; die Schriftſteller zerbrechen ſich den Kopf um ein neues Sujetz die Künſtler denken an den Ruhm, den ſie erringen werden: einige ar⸗ beiten oder ſtudiren, um ihn zu erwerben, andere thun nichts und meinen, er könne ihnen nicht fehlen, ſelbſt wenn ſie bloß herumſchlendern und rauchen, was immerhin auch eine Beſchäftigung iſt; die Stu⸗ denten endlich beſuchen die Collegien ihrer Profeſ⸗ ſoren; und die Griſetten beeilen ſich, damit ihr Tagewerk bald vollendet iſt.

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