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Bouchenot.„Kommen Sie, meine Herren, treten Sie leiſe ein. Nehmen Sie Ihre Waffen, ich will Ihnen folgen.“
„Geh' lieber voraus und zeige uns den Weg,“ ſagt Georg.
„Ich kann es beſſer, wenn ich hinter euch hergehe. Kommt, aber ganz leiſe!“
WMan tritt in's Haus, geht ſchweigend durch den Gang und den kleinen Hof, und hört, ſobald man ſich der Kellerthüre nähert, ſchon in einigß Entfer⸗ nung Hammerſchläge.
„Hören Sie?“ ſagt Bouchenot,„ſie ſind eben in der Arbeit begriffen.“
„Wir wollen ſachte hillunter gehen,“ ſagt Heinrich, „ich ſehe einen Lichtſchimmex.“
Die jungen Leute und der Greis gehen diz Treppe hinab; ſie kommen in den Keller und hören in einem nahen Gewölbe, deſſen Thüre nur angelhnt iſt, ſprechen. Georg, Heinrich und Timotheus ſpannen den Hahn ihrer Piſtolen und drängen plötzlich mit dem Rufe:„Ergebt euch, ihr Elenden!“ vor.
Nun ſahen ſie Herrn Mortandal, von Männern umgeben, wovon die einen Oel und Branntwein in Fäſſer füllten und dann zuſchlugen, während die an⸗ dern durch Röhren, die unter der Erde durchgeleitet waren und außerhalb mit den Barriéren in Verbin⸗ dung ſtanden, Flüſſigkeiten in großen Gefäßen auf⸗ fingen, welche auf dieſe Weiſe kein Octroi bezahlten.
„Es ſind keine Falſchwünzer!“ ruft Bouchenot, verblüfft beim Eingang zu dem Gewölbe aus, wäh⸗
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