Teil eines Werkes 
4. Th. (1845)
Entstehung
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145 ein erbärmlicher Falſchmünzer ſei, der ſich hier in dieſem einſamen Hauſe ſeinem verbrecheriſchen Ge⸗ werbe widme. Ich habe es für meine Pflicht gehal⸗ ten, Sie den, der Ihr Schwiegerſohn werden ſoll, kennen zu lernen. In dieſem Augenblick befindet ſich Herr Mortandal hier in dieſem Hauſe: wir haben ihn hineingehen ſehen und er iſt noch nicht zurück⸗ 3 gekommen. Was wollen Sie thun, mein Herr? Sie haben zu beſtimmen: ſollen wir uns mit Hülfe der Polizei das Haus aufmachen laſſen oder ein anderes

Mittel anwenden? Sprechen Sie, wir gehorchen.

Sind Sie ganz gewiß, daß ſich Herr Mortandal in dieſem Hauſe befindet? fragt der Alte.

Ja, Herr Giraumont.

Nun, wir wollen alles Aufſehen vermeiden; wir müſſen nur in's Haus zu gelangen ſuchen, um zu wiſſen, was Herr Mortandal darin macht.

Ja, wir müſſen allerdings hineinzukommen ſuchen, erwiedert Bouchenot,obgleich es vielleicht ſehr gefährlich für uns ſein kann; wie wollen wir aber die Thüre aufbringen?

In dieſem Augenblick hörte man im Hausgang ein Geräuſch; in einer Weile wird heftig an der Thüre gekratzt: Schnauzer iſt es, der mit Gewalt heraus will. Der Hund drückt während des Kratzens ver⸗ mittelſt ſeiner Pfoten auf die Klinke, die innerhalb ſchließt; Bouchenot hört dieſes von Außen, ſtößt haſtig die Thüre auf, ehe die Schnalle wieder einfällt, und ſomit iſt ihnen der Eingang in's Haus geöffnet.

Schnauzer iſt wahrhaftig unſer Schutzengel, ſagt

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