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zu ſprechen begehrt. Man führt ihn in das Arbeits⸗ zimmer des Greiſen, zu dem er ohne Umſchweife ſagt: „Herr Giraumont, ich habe die Ehre, Sie davon zu benachrichten, daß Sie im Begriffe ſtehen, Ihr Fräu⸗ lein Tochter mit einem Falſchmünzer zu verehelichen. Da Sie wahrſcheinlich einen Mann, der ein ſolches Gewerbe treibt, nicht zum Eidam erwählen wollen, mache ich Ihnen den Vorſchlag, ſich von der Wahr⸗
heit meiner Worte zu überzeugen, damit Ste ferner
Ihre Handlungen darnach einrichten können.“
Herr Giraumont fährt beſtürzt zurück und ruft aus:„Ein Falſchmünzer! Herr Mortandal ein Falſch⸗ münzer! Ach, mein Herr, das iſt nicht möglich, dc5 iſt wieder eine erdichtete Verläumdung, damit ich ihn meine Tochter nicht geben ſoll.“
„Ich mache Ihnen aber ja den Vorſchlag, ſich nit eigenen Augen zu überzeugen! Ich glaube, daß vas Schickſal Ihrer Tochter wohl der Mühe werth mire, einen Gang zu machen, um gewiß zu erfahren ob Sie wahr berichtet würden.“„
„So wollen wir gehen, mein Herr, ich bin ſereit, Ihnen zu folgen.“
Der Greis ſteigt mit Bouchenot in das Capriolet; ſie laſſen ſich in das Sträßchen führen, wo e Hein⸗ rich und ſeine Freunde treffen, die vor del Hauſe warteten.
Heinrich tritt auf Herrn Giraumont zu und redet ihn an:„Glauben Sie nicht, mein Herr daß mich
die Eiferſucht zu dieſer Handlung veranlgit, ſondern man hat mich verſichert, daß Herr Motandal nur
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