eine Maſſe hin und her fahrender Wagen, um aus⸗
zuweichen, einen Augenblick in das Haus eines Wein⸗
händlers zu treten; nach einer Weile ſetze ich meinen Weg wieder fort, aber ich habe noch keine zehn Schritte gemacht, als ich Etwas zwiſchen meinen Beinen ſpüre: dieß war ein großer Hund, der mir mit Gewalt nachlief. Ich will ihn eben wegjagen, als ich, denkt euch mein Erſtaunen, Schnauzer in ihm erkenne, der, ſeiner Neigung für den Schinken getreu, wahrſchein⸗ lich mein Frühſtück gerochen hatte, als ich vor der Hausthüre ſeines Herrn ſtand, mir deßhalb nachge⸗ laufen war, und fortwährend ſeine Schnauze in meine Taſche zu bohren ſuchte. Ol dann könnt ihr euch wohl denken, jagte ich ihn nicht mehr fort. Ich band ſogar im Gegentheil, damit er mir nicht entrinnen ſolle, woran das arme Thier übrigens gar nicht dachte, mein Nastuch an ſein Halsband und eilte ſo ſchnell als möglich, damit mir ſein Herr nicht nachſetze, hier⸗ her, um euch meinen glücklichen Fang zu zeigen.“ „Jetzt wollen wir mit dem Hunde in das Quar⸗
tier zurückkehren, welches wir ſchon einige Tage ver⸗
geblich durchſtreifen,“ ſagt Heinrich.
„Halt!“ verſetzt Bouchenot,„ich meine, es wäre beſſer, wir warteten die Nacht ab, denn Schnauzer hat mich Nachts in das einſame Haus geführt. Wir wollen zu derſelben Zeit wieder hin.“
„Er hat recht,“ ſagt Georg,„wir wollen die Racht
liebt. In der Sanct⸗Honorius⸗Straße nöthigte mich
abwarten. Aber wir gehen mit euch, wir laſſen euch„
die Falſchmünzer nicht allein aufſuchen.“


