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dankte, und ich that mein Möglichſtes, den Hund von mir wegzujagen, aber es war vergebens; kurz, das junge Mädchen verſchwand und Schnauzer blieb bei mir. Ich will Dir nicht alle die Abenteuer erzählen, in welche mich der verdammte Hund hineingezogen hat, Du brauchſt nur zu wiſſen, daß ich mich, nach⸗ dem ich mich mit Gauklern herumgeſchlagen hatte, Abends in einem erbärmlichen Zuſtand auf dem Sanct⸗Antons⸗Boulevard befand. Mein oder viel⸗ mehr unſer Rock war in Fetzen geriſſen, ja ich ſchämte mich ſo ſehr, daß ich es nicht mehr wagte, meinen Kameraden unter die Augen zu treten, die auf den Rock warteten, um am andern Tage ausgehen zu können. Dann ging ich, den Leuten ausweichend, lange durch die einſamſten Straßen über den Kanal
und ſetzte mich endlich, ſo viel ich mich erinnere, in einem kleinen Sträßchen auf eine ſteinerne Bank⸗
Der Hund, welcher mich einen Augenblick verlaſſen hatte, kam wieder zu mir zurück; er ſchien mich auf⸗ zufordern, ihm zu folgen. Ich dachte, wir befänden uns wahrſcheinlich in der Nähe ſeiner Herrin und ging Schnauzer nach, da es mir nicht unlieb geweſen wäre, das junge Mädchen wieder zu ſehen und ich ihr auch gerne den Hund wieder zurückgegeben hätte.
„Schnauzer führte mich zu einem alten, baufälli⸗ gen Hauſe; man ſah nirgends ein Licht. Der Hund kratzte an einer Thüre; ich näherte mich, um zu klopfen, aber ich fand eine Klinke, die mir den Ein⸗ gang ohne Weiteres öffnete. Das Innere war ſtock⸗ finſter, aber der Hund ging durch einen Gang, und
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