Teil eines Werkes 
4. Th. (1845)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

128

ich entſchloß mich, ihm zu folgen, da ich immer noch der Meinung war, das junge Mädchen zu finden. Ich ſchreite alſo, mit Händen und Füßen ſuchend, vor⸗ wärts, komme in einen kleinen Hof und vor eine Kellertreppe; hier höre ich dumpfe, gleichmäßige Laute wie Hammerſchläge. Ich weiß nicht, welcher Dämon mich regierte, aber ſtatt mich davon zu ma⸗ chen, gehe ich in den Keller hinunter, komme wieder in einen Gang und ſehe Licht, welches aus einem Gewölbe drang, deſſen Thüre halb offen ſtand; von dort aus kam der Lärm. Ich vernehme mehrere Männerſtimmen... ich lauſche: ſie ſprechen von der Polizei, ſie fürchten ſich, überraſcht, verhaftet zu wer⸗ den und erwarten einen ihrer Kameraden, der fort⸗ gegangen iſt. Ich ſehe, daß ich in den Verſteck von Räubern gerathen bin und denke bloß noch an meine Rettung, aber ich trete zwiſchen ein Brett, falle in die Tiefe und drei Männer eilen, entſetzliche Ver⸗ wünſchungen ausſtoßend, auf mich zu.

Einer dieſer Männer, der die andern zu com⸗ mandiren ſchien, fragte mich mit einer betäubenden

Stimme:Was thun Sie da? wie kommen Sie hierher? Ich kam zufällig her, weder in der Abſicht, Ihnen zu ſchaden, noch Sie zu überraſchen, meine Herren, entgegnete ich zitternd, denn ich ge⸗ ſtehe, daß es mir nicht recht wohl zu Muthe war. Und wiſſen Sie, was wir hier treiben? fuhr er fort.Ich vermuthe, daß Sie falſches Geld ma⸗ chen, erwiederte ich, ,aber laſſen Sie mich meines Weges gehen, dann ſchwöre ich Ihnen, werde ich Sie

f