Teil eines Werkes 
4. Th. (1845)
Entstehung
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O mein Freund, wenn Du dieſe Heirath hinter⸗ treibſt, die mich zur Verzweiflung bringt, ſo gehört Alles, was ich habe, Dein.

Ich will kein Geld mehr, der Reichthum lang⸗ weilt mich, ich will Dich mit dem Weibe Deiner Neigung glücklich wiſſen, Du ſollſt mir die Hand drücken und mich dutzen wie ehemals. Cölina ſoll nicht mehr befürchten, ſich zu compromittiren, wenn ſie mir den Arm reicht, um mit mir auszugehen, kurz, ich will nicht mehr verachtet werden, denn ich fühle hier in meines Herzens Grund, daß Einen kein Reichthum, kein Wohlſein, keine Pracht für den Verluſt der Achtung der rechtſchaffenen Leute entſchä⸗ digen kann.

Gut, Bouchenot, gut. Ach, gib mir Deine Hand zum Drucke; ich ſehe jetzt wohl ein, daß wir uns über den Urſprung Deines Einkommens getäuſcht haben.

Du ſollſt Alles wiſſen, Alles. Das Geſtändniß, welches ich Dir machen werde, kann mich zwar das Leben koſten, denn die Schufte haben mich mit An⸗ drohung der fürchterlichſten Strafe Verſchwiegenheit ſchwören laſſen, aber mir liegt nichts daran, ich biete Allem Trotz, meine Furcht iſt vorbei.. es han⸗ delt ſich darum, Dich glücklich zu machen und die allgemeine Achtung wieder zu gewinnen, da kann man ſchon Etwas wagen.

Ach, ſprich, Bouchenot, erkläre Dich, ich bitte Dich.

Komm', wir wollen in Dein Logis gehen; ſolche Mittheilungen laſſen ſich nicht im Freien machen,