Teil eines Werkes 
4. Th. (1845)
Entstehung
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Perſon kann es läugnen. Würde ich den Kaſſenſchein an Herrn Mortandal zurückſchicken, an den Mar⸗ ſeiller, der kein Wort darüber mit mir ſprach, ſo könnte er mir antworten, er wiſſe nicht, was ich wolle, er habe mich nie geſehen und kenne mich nicht.. und ſicher würde er mir dieſe Antwort ge⸗ ben; was ſollte ich dann ſagen? ich würde daſtehen wie ein Dummkopf! Alſo, kurz gefaßt, ich muß mich darein finden, von nun an ſechstauſend Livres Renten zu erhalten und über tauſend Franken zu verfügen, die ich baar in meiner Taſche habe.. meiner Treu', es ſoll geſchehen.“

Jetzt nimmt Bouchenot wieder eine lachende Miene an, denn er hat ſich zu überzeugen geſucht, daß er ſich keinen Vorwurf zu machen habe, und es iſt ihm leicht gelungen. Sobald man mit ſeinem Gewiſſen capitulirt, hat man bereits die Abſicht, der Stimme deſſelben kein Gehör mehr zu geben. Wer hinſichtlich der Rechtſchaffenheit und des Zartgefühls ſchwanken kann, iſt ſchon ſtrafbar; einer rechtlichen Seele wider⸗ ſtrebt jede Handlung, die Einen erröthen machen könnte.

„Was ſoll ich jetzt beginnen?“ fragt ſich Bouche⸗ not.„Mit Cölina bin ich entzweit, und das iſt mir nicht unlieb, denn ein Mann, der ſechstauſend Fran⸗ ken Renten hat, kann nicht mit einer Coloriſtin leben und in der Calander⸗Straße wohnen!... Pfui! wie gering! Ich muß jetzt ein Logis in dem ſchönen Quartier, in der Chauſſee d'Antin, nehmen, mich

modiſch kleiden, mit Handſchuhen ſchlafen, eine Lorg⸗