Teil eines Werkes 
4. Th. (1845)
Entstehung
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mich von Morgens bis Abends zu amuſiren!... O⸗ das iſt herrlich... ich bin der glücklichſte der Sterb⸗ lichen!“

Während Bouchenot ſo bei ſich denkt, lächelt er vor ſich hin, wie ſolches häufig Perſonen begegnet, die ſehr mit ihren Gedanken beſchäftigt ſind; er iſt

ſogar eben im Begriffe, auf dem Kai ſeine Sprünge

zu machen, als ſich plötzlich ſeine Stirne verdüſtert, in Falten zieht, ſeine Heiterkeit verſchwindet und ſeine Miene ſorgenvoll wird. Bouchenot ſtellt näm⸗ lich andere Betrachtungen an und denkt:„Wenn man aber entdeckte, woher ich dieſes Einkommen habe, welches mir nicht vom Himmel fällt, ſondern aus einer ſehr verbrecheriſchen Quelle fließt, würde man mich nicht als einen Mitſchuldigen dieſes Menſchen anſehen, der mein Schweigen bezahlt?... Ach, mein Gott! dieſer Gedanke macht mich ſchaudern!... Was ſoll ich thun, was beginnen?“

Nun geht Bouchenot langſamen, ſchweren Schrit⸗ tes einher, hat keine Luſt mehr, zu ſingen und zu tanzen, doch zieht er ſeine rechte Hand nicht aus der Taſche und hält den Wechſel immer feſt.

Nachdem er lange unentſchieden geblieben, welchen Entſchluß er faſſen ſoll, kehrt der Muth in ihn zu⸗

rück.„Wahrhaftig,“ ſagt er,„ich bin recht einfältig,

mich lange zu beſinnen, ob ich das Geld annehme oder nicht! Ich muß es wohl annehmen, ich bin ge⸗ zwungen, denn wem ſollte ich es zurückſenden?... Der Brief iſt anonym.. ich vermuthe zwar, von wem er kommt, aber ich habe keine Beweiſe die