Teil eines Werkes 
4. Th. (1845)
Entstehung
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einem Frauenzimmer: Sie haben, wie ich ſchon längſt vermuthete, eine neue Liebſchaft; Ihre Zerſtreutheit, Ihr angebliches Bauchgrimmen haben mir Verdacht eingeflößt.. jetzt iſt es mir klar, Sie lieben eine Andere. ich bin verlaſſen, verrathen!“

„Cölina, ich verſichere Dich, Du biſt im Irrthum, der Brief enthält kein Wort von Liebe.“

„Dann zeigen Sie mir ihn, laſſen Sie mich ihn leſen. Bouchenot, liebſter Bouchenot, ich bitte Dich⸗ laß mich den Brief leſen oder ich knirſche mit den Zähnen und raufe mir die Haare aus.“

„Du wirſt Dir nichts ausraufen und ich Dir den Brief nicht zeigen; ich bedaure unendlich, Deinem Wunſche nicht entſprechen zu können, aber es iſt mir unmöglich.“

„Aha, Sie ſtimmen dieſen Ton an, Herr Bou⸗ chenot!“ ruft Cölina zurücktretend aus;„nun, dann iſt Alles zwiſchen uns aus; ich will Sie nicht mehr ſehen, nicht mehr von Ihnen ſprechen hören.“

„Wie Sie befehlen, Fräulein.“

„Hier ſind Ihre Effekten, mein Herr, nehmen Sie Ihr Gepäck mit, es iſt nicht zu ſchwer.“

„Das werde ich thun, Fräulein.“

„Und geben Sie ſich ferner keine Mühe, S. zu veſuchen, denn ich bin für Sie nie mehr zu treffen.“

„Dieß genügt, Fräulein, ich werde mich darnach richten; ich habe die Ehre, Ihnen einen guten Tag zu wünſchen.“

Bouchenot nimmt ſein Päckchen und geht ruhig die Treppe hinab; als er im unterſten Stock ange⸗