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ruft:„Herr Bouchenot, drei Sous, wenn es Ihnen gefällig iſt.“ „Man fragt nach mir,“ ruſt Bouchenot zitternd
aus.„Sag', ich ſei nicht zu Hauſe, ſag', ich ſei
nicht zu Hauſe!“
Mit dieſen Worten flüchtet ſich Bouchenot in das kleine Gemach, welches als Küche dient, und will ſich in ſeinem Schrecken unter das Küchenfaß ver⸗ bergen, als ihm ſeine Geliebte nacheilt und ſchreit: „Aber was haſt Du denn ſchon wieder? was iſt Dir denn? Der Briefträger ruft Dir ja; haſt Du ihn nicht klopfen und drei Sous begehren hören?“
„Der Briefträger? Du glaubſt, daß es der Brief⸗ träger ſei?“ entgegnet Bouchenot mit ängſtlicher Miene.
„Freilich, er hat einen Brief für Dich, ich will ihn holen.“
„Einen Brief... von hier... an mich? Wenn es aber etwas Anderes wäre! Man ſollte ſich vorher überzeugen.“
Aber Cölina hört nicht mehr auf Bouchenot: ſie iſt ſchon in dem Hausgang und kommt bald mit einem Briefe in der Hand zurück.
„Siehſt Du, daß ich mich nicht getäuſcht habe, es iſt ein Schreiben an Dich.. hier.“
„Sonderbar!“ ſagt Bouchenot, den Brief zur Hand nehmend;„ich erwarte von Niemand Nach⸗ richt, wer mag mir wohl ſchreiben?“
„O, ohne Zweifel ein Frauenzimmer, das iſt leicht zu errathen.“
„Nein, es iſt nicht die Schrift eines Frauenzimmers.“


