Zweites Kapitel. Ein unerwartetes Einkommen.
„Nun,“ beginnt Cölina, als Bouchenot in ihr Zimmer tritt und ſie ſeine Bläſſe, ſeine Verſtörtheit, überhaupt ſeine Aufregung gewahr wird,„nun, lieber Freund, was iſt Dir denn heute Abend begegnet? Warum ſiehſt Du ſo niedergeſchlagen, ſo verſtört aus? Haſt Du in der ſchönen Geſellſchaft, für welche Du Dich ſo geputzt haſt, Dein Bauchgrimmen wie⸗ der bekommen?“
Ja. erwiedert Bouchenot, auf einen Stuhl nie⸗ derſinkend,„ich habe mich plötzlich ſehr unwohl ge⸗ fühlt und mich haſtig entfernt.“
„Aber weißt Du, daß ein ſo oft wiederkehrendes Uebel beunruhigend wird 2Soll ich einen Arzt holen?“
„Nein, es iſt überflüſſig, ich befinde mich vereits wieder beſſer.“
„Willſt Du Etwas zu Dir nehmen?“
„Nein.“
„O, dann biſt Du gewiß krank, lieber Freund;
das iſt nicht Dein natürlicher Zuſtand.“
„Cölina, ſeien Sie ſo gut und laſſen Sie mich mit Frieden.“
„Schau', dieſer Hut hat ein weißes Futter und der Deinige ein ſchwarzes; das iſt nicht Dein Hut.“
„Sehr möglich, es kam mir auch unterwegs vor⸗ als ob er mir etwas zu weit wäre.“
„Wie, Du haſt nicht vemerkt, daß Du einen an⸗


