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In kurzer Zeit wird einer der Plätze am Bouil⸗ lottetiſche frei: Herr Mortandal nimmt ihn ein und ſitzt ſomit als Mitſpielender neben Bouchenot. Dieſer kann ſeine Beſtürzung nicht mehr bemeiſtern, obgleich ihn der Marſeiller anzulächeln ſcheint und in einem ſehr höflichen Tone mit ihm ſpricht.
„Mein ganzes Spielgeld, mein ganzes Spielgeld!“ ſchreit Bouchenot, wirre Blicke um ſich werfend. Dieſe Manier zu ſpielen erſchreckt anfangs die Perſonen, welche die Partie mit ihm machen, bald aber gehen ſie darauf ein: ſie halten auf den Einſatz und Bou⸗ chenot verliert all ſein Geld.
„Wie, mein Herr, Sie ſetzen auf zwei Achter und eine Dame!“ ſagt der Marſeiller, Bouchenot ſonderbar anblickend.
„Ja, mein Herr,“ entgegnet dieſer aufſtehend und den Tiſch verlaſſend,„ſo ſpiele ich Bouillotte.. ein Jeder hat ſeine eigene Manier.“
„Ich bezweifle, daß dieſer Herr oft gewinnt,“ ſagt einer der Spieler, als Bouchenot ſich entfernt hat.
„Ich glaube, es war dem Herrn unwohl und er wollte austreten,“ ſagt ein Anderer,„denn ſeit län⸗ gerer Zeit war er durchaus nicht mehr bei dem Spiele.“
Der Marſeiller ſpricht nichts, aber er dreht lang⸗ ſam den Kopf, um nach der Thüre zu ſehen, die hinter Bouchenot zugefallen, welcher, nachdem er den erſten beſten Hut ergriffen, der ihm unter die Hände gekommen, ſich ſachte hinausgeſchlichen hatte und fort⸗ gegangen war.
Paul de Ko. LRI. 3


