Teil eines Werkes 
4. Th. (1845)
Entstehung
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des eben angekommenen Herrn hat ihn in Schrecken verſetzt; er macht zwei Mal eine Bewegung, als ob er aufſtehen wollte, denn er hat große Luſt, ſich zu entfernen, allein er thut ſich Gewalt an und be⸗ ſchwichtigt ſeine Angſt.

„Nun,“ denkt er,„was ſoll das heißen, weßhalb fürchte ich dieſen Mann; er wird mich nicht freſſen. Außerdem muß er ſich fürchten und nicht ich; ich bin ein Dummkopf. Was würde man von mir halten, wenn ich durchginge? was dächte Heinrich? Ich muß mich faſſen, eine Miene annehmen, wie wenn er mir unbekannt wäre, denn ich bin gewiß, er wird es auch ſo machen... ich will beim Spiele bleiben und mich bloß mit meinen Karten beſchäftigen.“

Trotz aller Anſtrengungen Bouchenots, ruhig zu ſcheinen, war er doch nicht mehr bei ſeinem Spiele. Er hebt die Karten ab, ehe man ihn dazu auffor⸗ dert, hält, wenn er paſſen will, und paßt mit drei gleichen Karten. Bald nimmt ſeine Zerſtreuung noch zu, denn er lauſcht aufmerkſam einem neben ihm gehaltenen Geſpräche zu.

„Wer iſt denn dieſer Herr Mortandal? Madame Merlier ſcheint ihn ſehr zu ſchätzen?“ fragt ein jun⸗ ger Mann ſeinen Nachbar..

„Ach, mein Lieber, es iſt ein ſehr reicher Herr. Er iſt aus Marſeille gebürtig, von wo er vor etwa zehn Jahren nach Paris kam, um eine Stelle als Commis in einem Handlungshauſe anzutreten, und jetzt hat er ein Haus in Paris, ein Landhaus, hält Eaquipage, kurz, er iſt unermeßlich reich.“