Teil eines Werkes 
4. Th. (1845)
Entstehung
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19

„Bouchenot, ich bitte Dich, erlaube Dir keine ſolche Scherze über Perſonen, die mir achtungswerth ſind.“

„Mein Gott, ich ſoll nicht ſcherzen, nicht ſingen, den Mund nicht einklemmen, ich muß alſo wie eine Siatue hinſtehen, wenn ich der gebildeten Geſellſchaft gleichen will!“

Heinrich wollte eben ſeinem Freunde antworten, als ihm eine Dame rief: er eilt zu ihr hin, und Bouchenot ſieht ſich abermals allein in dem Kreiſe und weiß nicht, wie er ſich aus demſelben ent⸗ fernen ſoll. Endlich entſchließt er ſich doch, ſich an den Kamin anzulehnen, indem er ſeine Frackflügel auseinanderbreitet, als ob er ſich wärmen wollte, und um vor langer Weile nicht zu verzweifeln, horcht er auf das Geſpräch der vor ihm ſitzenden Dame.

„Madame, ich habe ſeit einiger Zeit Unglück,“ ſagt eine kleine bejahrte Dame zu ihrer Nachbarin, „es iſt erſtaunlich, wie es mich verfolgt.“

„Sind Sie geſtern wieder ſchlecht weggekommen, Madame Gimblanc?“

„Sehr ſchlecht! Wenn es ſo fortgeht, muß ich das Spielen aufgeben.“

„Haben Sie im Buouillotteſpiel verloren?“

„O nein, pfui! dieſes Spiel iſt mir zuwider, es iſt zu treulos und geht zu hoch. Ich habe geſtern Boſton geſpielt und wieder neunzehn Sous achtund⸗ dreißig Marken verloren.“

„Ah, Sie ſpielen die Marke zu zwei Liards! das iſt hoch;“