Teil eines Werkes 
4. Th. (1845)
Entstehung
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fünfzigjährige Frau mit anmuthigen, gebildeten Ma⸗ nieren, tritt den Herren entgegen. Heinrich nimmt Bouchenot bei der Hand und ſtellt ihn der Herrin des Hauſes als einen ſeiner beſten Freunde vor. Madame Merlier richtet einige liebenswürdige Worte an Bouchenot, und da dieſer keine paſſende Antwort finden kann, läßt er es dabei bewenden, ſich ſteif und tief vor ihr zu verbeugen.

Heinrich hat ſeine Pauline bemerkt und verläßt den Freund ſchnell, um zu ſeiner Geliebten zu eilen. Madame Merlier empfängt andere ankommende Per⸗ ſonen und Bouchenot ſieht ſich inmitten eines unge⸗ heuren Kreiſes von Damen jeden Alters, hinter wel⸗ chen ſich die Männer mit einander unterhalten und auf und ab gehen, allein in dem Salon. Er fühlt ſich außerordentlich unheimlich. Wenn Feuer im Ka⸗ min geweſen wäre, hätte er ſich auf die Gefahr hin⸗ ſeine Waden zu verbrennen, davor geſtellt, um eine Haltung anzunehmen. Aber ein Ofenſchirm bedeckt den Kamin; vor dieſen kann er ſich nicht wohl ſtel⸗ len, ohne ſich lächerlich zu machen. Er würde ſich gerne geſetzt haben und hat deßhalb ſehnliche Blicke um ſich geworfen, allein alle Stühle ſind beſetzt und das Schlimmſte iſt, daß zwei eben eingetretene Da⸗ men ſich ſo vor den Kreis geſtellt haben, worin ſich Bouchenot befindet, daß ihm kein Ausgang mehr übrig bleibt. Er ſieht ſich alſo in der Mitte des Saales umringt und fällt der ganzen Geſellſchaft in's Auge.

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Sapperlot, ich muß ausſehen wie ein Obelisk!

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