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„Ich habe allerdings ein wenig gezögert; aber, lieber Gott, es ging mir eine kleine Summe ein, worauf ich nicht mehr zählte, und ehe ich mein Be⸗ tragen änderte und mich ganz der Arbeit hingab, dachte ich, wolle ich mich noch ein Bischen amüſiren.“
„Du heißt das ein Bischen? Ich erwarte Dich ſchon ſeit beinahe zwei Monaten.“
„Glaubſt Du, daß es ſchon ſo lange iſt?“
„Wie wäre es, wenn ich die für Dich beſtimmte Stelle, weil Du nicht kamſt, einem Andern über⸗ tragen hätte?“
„Dann.. warte ich eben, bis eine andere auf⸗ geht.“
„Sei beruhigt, dieß iſt nicht geſchehen. Ich habe
immer gehofft, Du werdeſt endlich kommen, und
deßhalb keinen andern Commis angeſtellt, obwohl mich die Laſt der Geſchäfte zuweilen faſt erdrückte. Doch, wenn man Tag und Nacht unermüdlich ar⸗ beitet, kann man ſchon Etwas leiſten.“
„Ja, wahrhaftig, wenn man unermüdlich arbeitet, aber das muß das Blut erhitzen!“
„Sei ganz getroſt, wenn wir unſer Zwei ſind, iſt
es nicht ſo arg. Es bleibt Dir noch Zeit übrig,
Deine Geliebte zu beſuchen.“
„Ach, das iſt mir ſehr lieb, denn ich habe ein recht hübſches Mädchen, und ich geſtehe Dir, ich bin eiferſüchtig wie ein Tiger; es iſt mir daher ange⸗ nehm, wenn ich ſie ein wenig überwachen kann.“
„Ich bin nicht eiferſüchtig, ich bin der Liebe mei⸗ ner Pauline gewiß, und doch iſt ſie auch ſehr ver⸗


