Teil eines Werkes 
4. Th. (1845)
Entstehung
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eiwas erkaltet, wenn Du nicht mehr immer bei mir biſt, einen neuen Aufſchwung bekommen.

Meine liebe Cölina, Du ſprichſt wie Boſſuet, und obgleich ich mich nie in Deiner Nähe gelang⸗ weilt, wie Du zu meinen ſcheinſt, will ich mich be⸗ ſtreben, mir noch mehr darin zu gefallen, weil es weniger vorkommen wird. Ich gehe von hier aus direkt zu Heinrich und kündige ihm an, daß ich nun zu ſeiner Verfügung ſtehe. Wenn er mir übrigens noch einige Tage freiläßt, ſo nehme ich ſie an, da

man das Vernünftigwerden ſo lange als möglich

verſchieben muß; das iſt mein Grundſatz. Ach, Cö⸗ lina, ſag' was Du willſt, ich bin der Anſicht, ein bereits erworbenes Vermögen ſei mehr werth als ein noch zu erwerbendes.

Wenn man aber noch keines erworben hat, ſo muß man ſich Mühe geben, es dahin zu bringen.

Wie ſoll ich es angreifen? Ich habe mir ſagen laſſen, das Glück komme im Schlafe über uns, und ſo hätte ich es gerne erwartet; aber es ſcheint mir, daß ich am Ende zu lange ſchlafen müßte, und deß⸗ halb will ich meinen kaufmänniſchen Freund ſuchen.

Bouchenot begibt ſich in der That zu Seinich,

den er am Geſchäft trifft; der junge Handelsmann ſtößt bei ſeinem Anblick einen Schrei der Verwun⸗ derung aus.

Ach, kommſt Du endlich, Bouchenot?

Ja, mein Lieber, hier bin ich. Beim Kukuk, das iſt mir recht!