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er ſich auch eilends von Montmartre entfernt und war athemlos, ohne ſich umzuſehen, nach Paris ge⸗ rannt.
„Wollen Sie uns ſagen, mein Herr, warum Sie uns mir nichts dir nichts in Montmartre davon ge⸗ laufen ſind?“ ſchreit Cölina, ſobald ſie Bouchenots anſichtig wird;„wiſſen Sie, daß das ſehr ungebil⸗ det iſt?“
„Es iſt allerdings richtig,“ verſetzt Timotheus, „daß man ſich nicht auf dieſe Weiſe von einer Geſell⸗ ſchaft trennt. Du haſt nicht einmal unſer Spiel aus⸗ gemacht, und da es gerade beim Zuſammenlaſſen war, hätteſt Du ſicher unſer Abendeſſen bezahlen müſſen. Darüber will ich mich zwar nicht einmal beklagen; aber fortzugehen, ohne uns ein Wort zu ſagen, iſt recht unartig.“
„Sie ſind Schuld, daß wir nicht in der Eremi⸗ tage getanzt haben,“ ſagt Prudentia.„Und wenn Sie da geblieben wären, hätten Sie mir vielleicht zur Zurückgabe meines Hundes verhelfen können, oder wäre er Ihnen wieder nachgelaufen, der arme Schnau⸗ zer.. ich hatte ihn wieder gefunden⸗ aber der häßliche Mann wollte ihn mir unter dem Vorwand, er habe ſechs Franken für denſelben bezahlt, er ſei ſein recht⸗ mäßiges Eigenthum, nicht mehr zurückſtellen.“
„Sprechen Sie, mein Herr, warum haben Sie uns verlaſſen?“ ſchreit Cölina mit entrüſteter Miene.
„Ich fühlte mich unwohl,“ erwiedert Bouchenot, indem er ſich bemüht, ſich eine intereſſante Miene zut geben.


