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Der Mann, welcher dem Hund ſchon mehrere Male gerufen hat, ſteht jedoch von dem Tiſche, woran er geſeſſen, auf, und nähert ſich im Augenblicke, als Prudentia Schnauzer ſtreicheln will.„Was ſoll das
heißen?“ ſchreit er zornig,„wer wagt es zu ſagen,
mein Hund gehöre ihm? das möchte ich doch wiſſen.“
„Allerdings gehört der Hund mein,“ entgegnet Prudentia;„er iſt es, Schnauzer iſt es. nicht wahr, Cölina? nicht wahr, Herr Bouchenot? Schau', wo iſt er denn? er kennt meinen Hund ganz gut.“
„Wo iſt Bouchenot?“ fragt Cölina, überall umher⸗ blickend,„wo iſt er denn hingekommen? Antworten K Sie, Herr Timotheus.“
„Mein Gott, Fräulein, ich weiß es nicht,“ erwie⸗ dert der junge Mann;„Bouchenot war kaum vor⸗ hin noch da er muß ſo eben verſchwunden ſein er wird ohne Zweifel zurückkommen.“
„Nun, das iſt gleichgültig; der Hund gehört mir, ich habe ihn vor ungefähr ſechs Wochen verloren.. hier finde ich ihn wieder, ich nehme ihn mit mir.“
„Sie nehmen ihn mit ſich?“ ſchreit der Mann mit einer Stentorftimme;„ach! das möchte ich ſehen!.. Der Hund mag früher Ihnen gehort haben, das iſt möglich, aber jetzt gehört er mir, unſtreitig mir, denn ich habe ihn einem Manne, der mir ihn eines Abends in meinem Laden feil geboten hat, für zehn Franken abgekauft. Man kennt mich, meine dicke Mamſelle, ich bin ein in Paris etablirter Weinhändler und habe
Zeugen, daß ich den Hund bezahlt habe. Es thut
Paul de Kock. LRl. 3


