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„Nein, mein Herr, der Hund gehört mir,“ erwie⸗ dert einer der eben angekommenen Männer;„ich will ihn aber rufen und bei mir behalten, damit er Sie nicht mehr im Spiele ſtört.. hierher! geſchwind... cvuche dich!“(
Der Hund bleibt aber vor Bouchenot ſtehen und
dieſer wird, während er ihn nochmals betrachtet, mit
einem Mal blaß und fangt an zu zittern, indem er Schnauzer in demſelben erkennt.
Der Hund beeilte ſich nicht, dem Befehle ſeines Herrn zu gehorchen, ſondern lief ruhig auf der Kegel⸗ bahn herum, als Cölina und Prudentia von ihrem
* Spaziergange zurückkamen.
„Nun, habt ihr ausgeſpielt?“ fragt Cölina;„ich
denke, ihr könntet jetzt genug haben. Es iſt auch be⸗ „reits Nacht und wir wollen in der Eremitage tanzen.“
„Ja,“ ſagt Prudentia,„wir haben bereits die Geige und. ach, mein Gott, wäre es möglich?.. freilich, freilich, er iſt es!“
„Was haſt Du denn?“ fragt Cölina ihre Freun⸗ din.„Biſt Du von der Milch betrunken?“
„Was ich habe?.. Da finde ich ja meinen Hund, meinen Schnauzer wieder!... Sieh', dort, erkennſt Du ihn? Hierher, Schnauzer, hierher, komm' lieb⸗ koſe deine Herrin!“
Der Hund, welcher nie ein großer Freund des Schmeichelns geweſen war, ſtand unbeweglich unter den Kegeln, ſah bald ſeine ehemalige Herrin, bald ſeinen
neuen Herrn an, und beleckte dazwiſchen mit unendlich
gleichgültiger Miene das Ende ſeines Schwanzes.
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