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Die beiden jungen Mädchen, welche es nicht unter⸗ hält, dem Kegelſpiele zuzuſehen, gehen, nachdem ſie ihre Milch getrunken haben, ſpazieren; Bouchenot und Timotheus ergötzen ſich ſehr: ſie haben ſchon einige Partien geſpielt und wollen eben die Zeche zuſam⸗ men laſſen, als ſich mehrere Männer, die Wein beſtellen, an einem Tiſche nächſt der Kegelbahn nie⸗ derlaſſen. Bouchenot kniet gerade mit einem Fuße auf dem Boden und will die Kugel ſchieben; die Anweſenheit mehrerer Männer, die ſeinem Spiel zu⸗ ſehen, reizte ſeinen Ehrgeiz, und obgleich die Neuan⸗ gekommenen ganz gewöhnliche Leute zu ſein ſchienen, kalkulirt er doch, da er ſich um den Beifall Aller bemüht, ſeinen Wurf länger als gewöhnlich, und ſagte zugleich zu Timotheus:„Du haſt verloren, mein Lieber, ich werfe die Kegel vollends alle nieder!“
„Nun, ſo mach' doch, Du haſt ſchon ſeit zwei Stunden die Kugel in der Hand und rührſt Dich nicht!“
„Weil ich meinen Wurf kalkulire.. Du wirſt es gleich ſehen.“
Mit dieſen Worten will Bouchenot die Kugel in Bewegung ſetzen, als plötzlich ein großer Hund über die Kegelbahn rennt und einen großen Theil der Kegel zu Boden wirft.
„Der Teufel ſoll den Hund holen!“ ſchreit Bou⸗ chenot;„das iſt ein angenehmer Beſuch auf einer Kegelbahn!“
„Wem gehört denn das Thier?“ fragt Timotheus, „gehört es in's Haus?“


