varein tunke. Bouchenot, der ſich ſtets einbildet, die beſten Wirthshäuſer zu kennen, führt die Geſellſchaft in eine Art Schenke, wo man Milch, Eſel, Wein und ein Siam⸗Kegelſpiel findet.
Das Siam⸗Kegelſpiel iſt in Kneipen ziemlich be⸗ kannt. Bouchenot behauptet, ſehr ſtark darin zu ſeinz er fordert Timotheus auf, mit ihm zu ſpielen.
„Während die Frauenzimmer ihre Milch trinken,“ ſagt er,„wollen wir ein Huhn und Salat zum Nacht⸗ eſſen herauskegeln.“
Der Vorſchlag wird angenommen; man trägt Milch in kleinen Porzellantaſſen auf und richtet das Kegelſpiel für die Herren. Die Kegelbahn befand ſich auf einem freien Platze vor dem Hauſe des Eſel⸗ vermiethers; man konnte von derſelben ganz Paris und eine ungeheure Strecke Landes überſehen.
„Was ſollen wir thun, während ihr kegelt?“ fragt Cölina Bouchenot.
„Setzt euch ein wenig und betrachtet die Gegend, ſie verdient es wohl.“
„Ach! das iſt recht unterhaltend, in Geſellſchaſt von Herren zu ſein, die Kegel ſpielen!“
„Meine Damen, das Kegeln iſt ein nobles Spiel⸗ welches aus Griechenland ſtammt.. verurtheilen ſie es nicht!“
„Warum kegelt man denn nur in Kneipen, wenn es ein nobles Spiel iſt?“
„Weil es in einem Saale zu viel Platz einnehmen würde; trinkt eure Milch und laßt uns das Nacht⸗ eſſen herausmachen.“


