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Leute ſind gerettet und Fräulein Prudentia wird aus dem Wurfgarn befreit.
Als das dicke Mädchen wieder zu ſich kam, war es ihr Erſtes, zu erklären, daß ſie in Zukunft nie mehr fiſchen werde. Man eilt in's Gaſthaus, und der Schiffer und ſeine Frau leihen Timotheus und Prudentia Kleider, damit ſie, während man ihre durch⸗ näßten Anzüge an einem großen Feuer trocknet, das Matroſengericht eſſen können.
Dieſes Ereigniß hat die Heiterkeit der Geſellſchaft ein wenig geſtört. Prudentia hat indeß in dem Waſſer den Appetit nicht verloren, da ſie aber beim Verzehren des Matroſengerichtes drei Mal faſt er⸗ ſtickt, erklärt Cölina, daß ſie nie wieder eines mit ihr eſſen werde.
Nachdem die Kleider beinahe trocken ſind, machen Prudentia und ihr Retter auf's Neue ihre Toilette; dann verläßt man St. Ouen, um ſich nach Mont⸗ martre zu begeben, wo man Milch zu trinken und den Abend mit einem Tanze in der Eremitage zu ſchließen gedenkt.
Die Geſellſchaft legt den Weg zu Fuß zurückz denn Bouchenot, welcher bisher bezahlt hat, beſitzt nur noch einen einzigen Thaler. Dieſes Bewußtſein preßt ihm bei dem Gedanken, daß er nunmehr dieſem Leben des Vergnügens und Müßiggangs, wofür er eine ſo große Vorliebe empfindet, entſagen müſſe, einen tiefen Seufzer aus.
Man erreicht Montmartre; Prudentia erklärt, daß ſie mit Vergnügen Milch trinke und auch etwas Brod
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