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mir leid für Sie, daß Sie ihn verloren haben, aber jetzt heißt er nicht mehr Schnauzer, ſondern Dragun, und ich ſtehe Ihnen dafür, daß Sie ihn nicht mit⸗ nehmen dürfen. Hierher, Dragun, hierher, oder ich haue Dich lederweich!“
„Aber, mein Herr, ich habe ihn doch von meinem Pathen bekommen..
„Das iſt wahr,“ fügt Timotheus bei,„das Fräu⸗ lein hatte dieſen Hund von ihrem Pathen zum Geſchenk erhalten.“ ½„Was geht das mich an? ſie mag ihn von ihrem Pathen oder von ihrer Tante erhalten haben; ich ſage Ihnen, jetzt gehört er mein.“
„Cölina, ſprich doch mit dem Herrn, Du weißt„ recht wohl, daß es Schnauzer iſt.“ †
„Ach! laſſe mich mit Frieden... ich ſuche den ver⸗ lorenen Bouchenot, der iſt mir wichtiger als Dein Hund.“
Während Prudentia jammert, bindet der Wein⸗ händler, um der Sache ein Ende zu machen, ſein Taſchentuch an Schnauzers Halsband und entfernt ſich, den Hund nach ſich ziehend, mit ſeinen Freunden; das Mädchen ſieht dem Thiere ſchwerſeufzend nach. Cölina hat indeſſen das ganze Haus und die Um⸗ gebung durchſucht und vergebens nach Bouchenot ge⸗ rufen.
„Er iſt fort, plötzlich fort... ohne auf uns zu warten. Begreifen Sie das, Herr Timotheus?“
„Wahrſcheinlich, Fräulein, wird er wieder Bauch⸗ grimmen bekommen haben, wie letzhin im Theater.“


