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tes Frühſtück vergeſſen und die dicke junge 8 händlerin bereits wieder Appetit.
Man kommt nach St. Ouen.
„Hier,“ ſagt Bouchenot,„ſtehe ich euch dafür, werden wir ein gutes Matroſengericht eſſen, und das Beſte daran iſt, daß wir es, wenn wir wünſchen, ſelbſt fiſchen können. Ich kenne den Wirth, er hat einen Nachen und ſoll uns Netze und Angeln geben, dann wollen wir fiſchen. Iſt es euch recht?“
„O ja, das wird uns Spaß machen,“ antwor⸗ teten die jungen Mädchen.
„Ich liebe das Fiſchen leidenſchaftlich,“ ſagt Cölina.
„Ich habe noch nie gefiſcht,“ verſetzt Prudentia, „aber ich bin überzeugt, daß ich es gleich kann.“
„Man lernt es ſchnell, Fräulein,“ ſagt Timotheus, „und wenn es Ihnen recht iſt, ſo wollen chr mit
einander fiſchen.“
„Mit Vergnügen, Herr Timotheus.“
Bouchenot holt einen ihm bekannten Schiffmann und in wenigen Minuten ſtehen der Nachen und die Netze der Geſellſchaft zur Verfügung. Die jungen Mädchen hüpfen lachend und ſchäckernd in den Kahn, ſo daß dieſer faſt umgefallen wäre.
„Vorſicht, meine Damen!“ ſagt Timotheus;„be⸗ denken Sie, daß Sie ſich hier nicht auf feſtem Boden befinden.“
„Es iſt nicht gefährlich,“ ſagt Bouchenot,„jeden⸗ falls wirſt Du ſchwimmen können?“
„Allerdings, und Du?“ „Ich auch, aber es iſt mir verboten, weil ich


