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der, in den Wagen, er ſoll mit uns davon rollen; das wird uns ſo gut ſtehen wie andern Leuten.“
Die Geſellſchaft ſteigt in einen Fiaker. Fräulein Prudentia iſt über das Fahren entzückt, denn es iſt ihr außer auf der Reiſe von Poiſſy nach Paris noch nie begegnet. Sie ſchaut beinahe während der ganzen Fahrt mit dem Kopf zum Kutſchenſchlag hinaus, wo⸗ rüber ſich Herr Timotheus höchlich ärgert, da er ſich nicht mit ihr unterhalten kann, wie er es ge⸗ wünſcht.
Man langt bei der Neuilly⸗Brücke an. Die Geſell⸗ ſchaft ſteigt wieder aus; jeder Cavalier nimmt ſeine Dame und man ſchreitet heiter Puteaur zu. Puteaur iſt ein ſehr angenehmes Dorß, wenn keine Sonne ſcheint, aber ich rathe auch nicht, während der Hunds⸗ tage hinzuſpazieren, denn es iſt ſchwer, dort Schatten zu finden.
„Es ſcheint mir, daß es hier nicht viel Bäume gibt,“ ſagt Timotheus;„mir ſind ſchattige Land⸗ ſchaften mit Wäldchen und Lauben lieber... das iſt ſo hübſch; nicht wahr, Fräulein Prudentia.“
„Mir wäre Etwas zu eſſen am liebſten,“ erwiedert das junge Mädchen,„denn ich habe bedeutend Hunger.“
„Ich bin mit Ihnen einverſtanden,“ verſetzt Bou⸗ chenot;„wir wollen vor allen Dingen frühſtücken, beſonders da hier, wie Timotheus richtig ſagte, kein Schatten iſt. Warum wollten Sie nach Puteaur gehen, Cölina?“
„Weil es hier Haſenragout gibt.“ „Aber, liebe Freundin, man ißt in allen Dörfern
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