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in welchem ihr dickes, veilchenblaues Geſicht noch breiter und bausbäckiger ausſieht.
Der große Timotheus kann, indem er den Anzug der beiden Freundinnen vergleicht, nicht umhin, Cölina die Palme zuzuerkennen; da er aber keine Wahl mehr hat, will er ſich wenigſtens die Eroberung der dicken Prudentia ſichern; er ſchmeichelt ſich mit der Hoffnung, daß ihm die Landparthie Gelegenheit zu einem Alleinſein unter vier Augen geben werde, wel⸗ ches er zu ſeinem Vortheil benützen will.
„Wie gefalle ich euch?“ fragt Prudentia, als ſie bei Cölina eintritt.„Nicht wahr, mein Kleid iſt hübſch?. es hat mich Alles auf der Straße ange⸗ ſehen.“
„Das glaube ich gerne,“ erwiederte Bouchenot, „Sie ſehen aus wie eine wandelnde Blumenlaube.“
„Es iſt etwas zu grell,“ verſetzt Cölina.
„Ach! das gefällt mir ſo.. und nicht wahr, mein Häubchen iſt hübſch? es geht mir ſehr gut.“
„Vorzüglich,“ antwortet Bouchenot,„Sie ſehen noch einmal ſo dick darin aus wie ſonſt; wenn ich je krank werde, laſſe ich mir bei meiner Geneſung eine ſolche Haube machen.“
„Ach! wie unartig ſind Sie, Herr Bouchetrot!“ entgegnet Fräulein Prudentia, ſich vor dem Spiegel drehend.
Fräulein, ich heiße nicht Bouchetcop, ſondern Bouchenot, fragen Sie nur Ihre Freundin Cölina.“
„Es iſt richtig; mein Gott, ich täuſche mich immer
in den Eigennamen. Ich habe erſt letzhin eine ſehr


