Teil eines Werkes 
3. Th. (1845)
Entstehung
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er fiellt ſich vor das Loch in dem Vorhang und ſieht nach den Zuſchauern. Auf dem Balkon erblickt er Heinrich, hinter einem jungen reizenden Mädchen ſitzend, welches dik auf ſie gerichteten Lorgnons und Lorgnetten einigermaßen in Verwirrung zu bringen ſcheinen; es iſt Pauline Giraumont. Eine ziemlich bejahrte Dame war mit ihr gekommen. Heinrich hat der Dame, bei welcher er zuweilen mit Paulinen zuſammentrifft, ein Billet gegeben, und Herr Girau⸗ mont war außerordentlicher Weiſe ſo gütig geweſen, ſeine Einwilligung zu ertheilen, daß ſeine Tochter mit der Dame in's Theater gehe; allerdings hatte ihm dieſe Letztere nicht geſagt, daß ſie das Billet von Heinrich erhalten habe und der junge Mann ſie be⸗ gleiten werde, denn Paulinens Vater iſt immer ſehr ſtrenge, und obgleich er mehr Wohlwollen für Hein⸗ rich an den Tag legt und ihm geſtattet hat, zuwei⸗ len in's Haus zu kommen, müſſen ſich die Liebenden doch ſtets noch mit Hoffnungen begnügen. Es iſt daher ein großes Vergnügen, ſie für einen ganzen Abend ohne läſtige, argwöhniſche Beobachter zuzu⸗ bringen; ſie werden die Stücke immer unterhaltend und gut finden, und die langweiligſten werden ihnen zu kurz vorkommen. Sie bedauern im Voraus, daß der Abend ſchnell verſchwindet. Aber wenn ihr ſie nachher fragt, was ſie geſehen haben, ſo werden ſ. außer Stand ſein, es euch zu ſagen.

„Gut, das iſt ein Freund,“ ſpricht Georg bei ſich, „nun muß ich auch die andern ſuchen.“ Indem der junge Dichter ſeine Blicke über die gedrängten Rei⸗