Teil eines Werkes 
3. Th. (1845)
Entstehung
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nicht erlauben; dieß hindert mich aber nicht, jeden⸗ falls bei ihr darum anzuhalten.“

Bouchenot lacht herzlich über Madame Ballons Geſchichte; Timotheus ſucht Prudentia zu entſchuldi⸗ gen.„Jedenfalls,“ ſagt er,„hätte das arme junge Mädchen dieſen Fehler nicht begangen, wenn ihr die Linnenwaarenhändlerin befohlen hätte, beide Plätze nebeneinander zu nehmen.“

„Vortrefflich⸗ Timotheus,“ ſagt Bouchenot,„man muß ein Frauenzimmer, das man liebt, immer ent⸗ ſchuldigen. Wenn Cölina die größten Dummheiten ſagen würde, ſo würde ich ſie doch für geiſtreich er⸗ klären; allein das paſſirt meiner Cölina nicht, denn ſie iſt voll Anmuth, Bosheit und Liebenswürdigkeit. O, Du biſt eine Fee!“

„Geh', Bouchenot, laß mich in Ruhe.“

„Nein, ich will Dich vor dem Angeſichte der gan⸗ zen Welt küſſen und vergöttern!“

Timotheus nimmt ſeinen Hut, während Bouche⸗ not Cölina küßt, denn man macht immer ein komi⸗ ſches Geſicht, wenn man den Andern beim Küſſen zuſieht, noch weit komiſcher aber, wenn ein Frauen⸗ zimmer geliebkost wird, dem man ſelbſt die Cour

gemacht und welches Einen nicht erhört hat. „Auf morgen alſo; ich hole euch um ſechs Uhr ab,“ ſagt Timotheus;„wenn Fräulein Prudentia

kommen darf, ſo ſoll ſie um dieſe Zeit hier ſei

dann gehen wir Alle miteinander.“ „Es bleibt dabei.“. Der folgende war ein großer Tag für Georg;

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