Teil eines Werkes 
3. Th. (1845)
Entstehung
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Georg Heinrich:„A propos, biſt Du mit Bouchenot zufrieden? arbeitet er fleißig?“

„Ich wollte mich eben bei Dir nach ihm erkun⸗ digen,“ erwiedert Heinrich,„ich habe ihn ſeit unſe⸗ rem Frühſtück nicht mehr geſehen und erwarte ihn täglich. Wenn er aber nicht demnächſt kommt, ſo vin ich genöthigt, Jemand anders anzunehmen, denn ich kann meinem Geſchäft nicht allein vorſtehen.“

„Das iſt unbegreiflich! Timotheus und ich waren der Meinung, er ſei bei Dir!... Dieſer Burſche iſt unverbeſſerlich: ſobald er einen Heller Geld in der Taſche hat, iſt er nicht zum Schaffen zu bewegen; da er aber ſehr verſchwenderiſch damit umgeht, iſt es mir unfaßlich, wie er noch welches haben ſollte; ich werde heute noch mit Timotheus über ihn ſpre⸗ chen: vielleicht weiß dieſer mehr als ich.“

Georg und Timotheus trafen ſich häufig beim

WMittageſſen in einem beſcheidenen Gaſthauſe, deſſen Preiſe der Börſe unſerer Studenten angemeſſen wa⸗ ren. Als Georg ſeinen Kameraden erblickt, redet er ihn gleich mit den Worten an:„Weißt Du, daß Bouchenot noch nicht bei Heinrich war?“

„Nein, aber es wundert mich nicht. Seit er der

Geliebte der Nachbarin iſt, weicht er nicht mehr on ihr.“ „Iſt er denn der Geliebte der Fräulein Cölina?“ „Potz Kukuk! ſie machen kein Geheimniß daraus.

Ich hätte der Nachbarin mehr Geſchmack zugetraut.“

„Das heißt, Du hätteſt der Bevorzugte ſein mögen.“ „O, ich denke nicht mehr an ſie; ihre Freundin⸗ die Mamſelle Prudentia, ein reizendes rundes Mäd⸗