Teil eines Werkes 
3. Th. (1845)
Entstehung
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Viertes Kapitel. Freunde bei der erſten Aufführung eines Stückes.

Mehr als ein Monat iſt verfloſſen. Bouchenot kommt Abends nicht mehr zum Schlafen zu ſeinen Freunden; dieſe ſind der Meinung, er habe ſich bei Heinrich niedergelaſſen, während er es für gut findet, bei der Nachbarin zu bleiben.

Allein während Cblina ſich der Neigung ihres

Herzens und der Macht der Umſtände, die ihren Fall herbeigeführt hatten, hingibt, ſagt ſie doch oft zu ihrem Geliebten:„Aber willſt Du denn die Stelle, die man Dir angeboten hat, nicht?“

„Doch, aber es hat noch Zeit,“ entgegnet Bou⸗ chenot.

„Wenn man ſie aber einem Andern gäbe?“ „Das geſchieht nicht; es iſt bei einem Freunde.“ „Wenn er Dich aber braucht?“

„O, es hat keine Eile! Langweilt es Sie, meine liebe Freundin, daß ich meine ganze Zeit bei Ihnen zubringe, Sie in Gaſthäuſer und Theater führe und nicht von Ihnen weiche?“

„Nein, gewiß nicht; aber trotz des Vergnügens, welches mir Deine Nähe verſchafft, möchte ich doch Deinen Vortheil nicht beeinträchtigen. Und woher nimmſt Du denn das viele Geld, welches Du mit mir ausgibſt? Du warſt doch ſo in Mangel!“

„Es iſt mir ein altes Guthaben eingegangen;

außerdem brauchen wir nicht viel: wir gehen immer