Teil eines Werkes 
3. Th. (1845)
Entstehung
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zieht; das junge Mädchen ſetzt ihre Arbeit fort. Mehr als eine Stunde verſtreicht, ohne daß ſie ein Wort mit einander ſprechen.

Ohne Zweifel ungeduldig über das Schweigen des jungen Mannes ſagt Cölina endlich zu ihm:„Herr Bouchenot, es iſt ſpät⸗ ich möchte mich ſchlafen legen; nicht wahr, Sie gehen jetzt in Ihr Zimmer?“

„Ha, ha, das Fräulein weist mir die Thüre!“

„Nein, mein Herr, das iſt nicht der Fall, aber.. Sie wiſſen wohl, daß Sie hier nicht über Nacht bleiben können.“

„Warum nicht, wenn es Ihr Wunſch wäre! Sind wir nicht Beide Herr unſerer Handlungen?“

„Ach, das wäre hübſch... vorwärts, Nachbar, nehmen Sie Ihren Hut.“

Bouchenot ſteht auf, macht einige Gänge durch

das Zimmer und begibt ſich, ſtatt fortzugehen, in ein

Nebenkämmerchen, welches als Küche dient. „Was haben Sie denn im Sinne?“ fragt Cölina. „Ich will meine Handſchuhe ſuchen, die ich in Ihrer Küche liegen ließ.“ Mehrere Minuten verſtrichen, Bouchenot kommt nicht zurück. „Er braucht lange, bis er ſeine Handſchuhe findet,“ denkt das junge Mädchen bei ſich. In dieſem Augenblick hört ſie, daß der Hahn des Küchenfaſſes läuft und eine Menge Waſſi er herausſließt. „Ei! was macht er wohl?“ ruft Cölina in Ge⸗ vanken aus;„wäſcht er vielleicht ſeine Handſchuhe?

Das wäre ein komiſcher Einfall.“

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