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Bouchenot entfernt ſich und Prudentia ſagt wäh⸗ rend des Deckens zu ihrer Freundin:„Dieſer Herr iſt recht drollig; es iſt nur Schade, daß er ſo frech gegen die Frauenzimmer iſt; er ſieht Einen ſo keck an, das bringt mich ganz in Verlegenheit.“
„Du wirſt Dich ſchon daran gewöhnen; übrigens ſind die heiterſten Männer nicht immer die gefähr⸗ lichſten.“
„Bah, wirklich? O, ich gäbe Etwas darum, wenn ich die Gefährlichen gleich unterſcheiden könnte. Ach, Du biſt glücklich, Cölina, daß Du das Alles weißt! Dich kann man nicht bethören.“
„Bethören! Das iſt das Loos von uns Weibern.“
„Ah, wir müſſen bethört werden?
„Oder nicht verliebt ſein.“
„Was iſt das Beſte: nicht verliebt zu ſein oder ſich bethören zu laſſen?“
„Mein Gott, wie dumm biſt Du, Prudentia! Iſt man denn Herr über ſolche Dinge?“
„Meiner Treu', ich weiß es nicht; Du haſt mir geſagt, Du wolleſt mich aufklären, damit die Frauen⸗ zimmer in unſerm Laden mich nicht mehr auslachen ſollen, allein Du hältſt nicht Wort. Sprich', ſoll ich es geſchehen laſſen, wenn mir dieſer Herr wieder den Hof machen will?“
„Sei ruhig, er macht ihn Dir nicht mehr.“ „Warum?“
„Weil er ihn jetzt mir macht.“
„Sonderbar; er hat alſo ſeinen Ceſchtat geän⸗ dert! Wirſt Du ihm Gehör geben?“
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