Teil eines Werkes 
3. Th. (1845)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

59

chen nie Eiwas davon gewußt; es war einfältig von mir, vor ihr zu zittern.“

Bouchenot gewinnt ſeine ganze Sicherheit wieder, nähert ſich Mamſell Prudentia mit einem freundlichen Lächeln und ſagt zu ihr:„Hören Sie, Fräulein, ich glaube wie Ihre Freundin Cölina, daß es das Beſte ſein wird, nicht mehr an Ihren Hund zu denken.. er iſt verloren, das iſt Schade.. und wenn ich Schuld daran bin, ſo geſchah es wider meinen Willen; da⸗ mit Sie mir aber nicht mehr böſe ſein ſollen, biete ich Ihnen einen Pudel⸗ oder Windhund zum Ge⸗ ſchenke an(ich habe geſtern auf der Pont⸗Neuf aus⸗ gezeichnete geſehen), um Ihnen Ihren Geſellſchafter wieder zu erſetzen.“

„Ol ich danke Ihnen vielmals, Herr Bouchenot, ich will keinen Hund mehr; ich habe genug daran!“

„So wollen wir auch nicht mehr davon ſprechen,“ verſetzt Cölina;„Du könnteſt, wenn Du Deinen Lieb⸗ haber verloren hätteſt, nicht ärger jammern, als um dieſen Huͤnd. Willſt Du mit mir frühſtücken?“ „Wie! Du haſt noch nicht gefrühſtückt? Es iſt zwölf

hr.“

„Was macht das? Ich frühftücke immer erſt, wenn ich Hunger habe. Herr Bouchenot wird unſer Gaſt ſein pnicht wahr, Nachbar?“

„Mit größtem Vergnügen; unter der Bedingung jedoch, daß ich eine Paſtete bezahlen darf.“

„O, was Sie wollen; ich bin nicht ſtolz.“

„Dann will ich eilen, fie herbei zu holen.“

„Gehen Sie; Prudentia deckt unterdeſſen den Tiſch.“