Teil eines Werkes 
3. Th. (1845)
Entstehung
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Das junge Mädchen lächelt und ſchweigt, und Bouchenot ſagt zu Timotheus:„Man wird Gehör finden; mache es mir nach, beſchäftige Dich mit Dei⸗ nem vis— à—vis und ſchlafe nicht auf der Schulter Deines Nachbars ein. Rühre Dich, Timotheus, wache auf, die Liebe ruft Dich!“

„Aber ich meine, die vor mir ſei häßlich,“ ent⸗ gegnet Timotheus, ſich an ſeinen Nachbar lehnend.

„Häßlich? Durchaus nicht; das Halbdunkel im Saale bringt Dich auf dieſe Vermuthung. Sie hat einen wunderſchönen afrikaniſchen Kopf. Laß mich nur machen, wir wollen ihnen Bretzeln kaufen; für ſechs Kreuzer Bretzeln unterjocht man hier alle Her⸗ zen; das iſt nicht theuer.“

Die vor den Herren ſitzenden Mägde hatten jede ein Kind bei ſich. Es waren zwei kleine Jungen, welche neben ihnen ſaßen und jede Marionette, die erſchien, mit lautem Jubel bewunderten.

„Höre,“ ſagte einer der kleinen Jungen, ſich an das vor Bouchenot ſitzende Mädchen wendend,„was iſt denn das für ein großer Mann mit der ſpitzigen Mütze?⸗

„Mein lieber Freund,“ erwiedert Bouchenot, ſich vorbeugend,„das iſt„Rotomago“ oder der Nuß⸗ knacker“, der kommt, um den böſen Kindern Schläge zu geben! Dich wird er aber nicht ſchlagen, weil Du gehorſam biſt und nicht weinſt, wenn Du Suppe eſſen ſollſt, nicht wahr, hübſche Blondine? Ach! was für eine niedliche Weſpentaille!“

„Ruhig, mein Herr, ich kann ja nichts hören.“ „Ach der Teufel, es wäre auch Schade, wenn

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