Teil eines Werkes 
3. Th. (1845)
Entstehung
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26 zu lachen an, wodurch der Zorn des kleinen Herrn noch geſteigert wurde.

„Weßhalb lachen Sie, mein Herr?“ fragt der Kleine, wüthende Blicke auf Bouchenot ſchleudernd. „Mein Herr, ich erinnere mich an Etwas...“ „Was ſoll das heißen? Kennen Sie mich?“

„Nein, aber Ihr Geſicht mahnt mich an einen baus⸗ backigen Engel, den ich auf einer Tabaksdoſe hatte.“

„Haben Sie die Abſicht, mich zu beleidigen, mein

Herr?“

„Wie? Sie beleidigen, weil ich ſage, Sie gleichen einem Engel?“

„Sie erſchöpfen meine Geduld, mein Herr!“

„Ihre Frau Gemahlin betet ſie gewiß vor Be⸗ wunderung an.“

„Ich hätte Luſt, Ihnen den Kopf zu waſchen.“

„Trocknen Sie doch zuerſt den Ihrigen ab.“

„Kommen Sie mit mir hinaus, mein Herr.“

„Nehmen Sie ſich in Acht; ich fürchte, es möchte zu Ihrem Nachtheile ausfallen!“

Dieſe Worte und der ſpöttiſche Ton Bouchenots brin⸗ gen den Herrn vollends zur Verzweiflung: er macht eine Bewegung, als ob er ſich erheben wollte, aber ſeine Frau hat bereits Hut und Schirm ergriffen, ſetzt ihm den erſtern auf und nimmt ihren Mann beim Arme.

„Komm', Guter, laß uns gehen! Compromittire Dich nicht mit ſolchen Leuten!... Ich bleibe keine Mi⸗ nute länger hier, ſonſt bekäme ich meine Nerven⸗ leiden. Folge mir, mein Guter, ich bitte Dich.“ Der dicke Herr läßt ſich von ſeiner Frau dazu